Ereignisse des Jahres 2008


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31. Juli 2008:
Förderverein für alte Orgel *)
Gründung "Orgelfreunde St. Martin" wollen Batzenhofer Instrument restaurieren *)
Schon seit den 80er Jahren gab es immer wieder Probleme mit der Orgel der St.-Martins-Kirche in Batzenhofen. Dank einiger Reparaturen und Überholungen tat und tut die Orgel zwar bis heute ihren Dienst, allerdings nicht immer so, wie es sich der Organist vorstellt. Insbesondere bei winterlicher Kälte traten häufig Probleme auf, was im Winter 2005 erstmals der Auslöser für eine Spendensammelaktion für die Orgel war. Bei einigen Batzenhofer Bürgern wurde zu diesem Zeitpunkt die Idee geboren, die Restaurierung der Orgel selbst in die Hand zu nehmen. Durch verschiedene Aktionen wie zum Beispiel Glühwein-Partys, Pflanzen- und Videoverkäufe wurde ein finanzieller Grundstock geschaffen. Am vergangenen Freitag war es dann endlich so weit: Der neue Förderverein "Orgelfreunde St. Martin" wurde mit 14 Mitgliedern gegründet.
Franz Köhler ist der Chef
Zum Vorsitzenden wurde Franz Köhler gewählt. Zweite Vorsitzende ist Dr. Sabine Lutz. Maja May und Dr. Renate Demharter sind die Beisitzerinnen, und um die finanziellen Angelegenheiten kümmert sich Stefan Schöffel. Zur Schriftführerin wurde Ulrike Köhler gewählt.
Der Vorstand des neugegründeten Batzenhofer Fördervereins "Orgelfreunde St. Martin": (von links) Dr. Renate Demharter, Stefan Schöffel, Dr. Sabine Lutz, Franz X. Köhler, Ulrike Köhler, Maja May sowie Konrad Michael Rößle.
*) Leider ist der Zeitungsbericht nicht ganz richtig. Vereinszweck ist laut Satzung "Pflege und Erhalt der kirchlichen
Orgelmusik in St. Martin, Batzenhofen". Vorrangiges Ziel ist "die finanzielle Unterstützung der Kirchenverwaltung
bei der Beschaffung einer neuen Pfeifenorgel"
. Nur wenn dies nicht möglich ist, auch Erhalt und Modernisierung
der vorhandenen alten Orgel.

11. August 2008:
Die alte Orgel pfeift aus dem letzten Loch
St. Martin Batzenhofener gründen einen Förderverein für neues Instrument
Das Bestehen der Batzenhofener Kirche St. Martin geht auf die Zeit um 1600 zurück. Schon damals wurde sie als eine der schönsten Kirchen des Kapitels bezeichnet. Auch der Orgel, die oben in der Kirche trohnt, durften schon einige Generationen von Kirchenbesuchern lauschen, seit sie um circa 1920 geschaffen wurde.
Aber seit etwa 20 Jahren macht das Instrument Probleme. Die Register bleiben hängen und vor allem bei Kälte, beginnt die Orgel zu pfeifen. Auch die Kirche zu lüften ist schwierig, da die Orgel keine Feuchtigkeit verträgt und oft zu pfeifen beginnt. Aus diesen Gründen wurde am Freitag, 25. Juli, der Förderverein "Orgelfreunde St. Martin" gegründet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Spenden zu sammeln, um die Kirchenverwaltung finanziell bei der Beschaffung einer neuen Pfeifenorgel zu unterstützen. "Dass die neue Orgel eine Pfeifenorgel wird, ist uns wichtig, da wir keine elektronische Orgel wollen", so Ulrike Köhler, die als Schriftführerin im neuen Förderverein fungiert.
"Sonst könnte man ja gleich einen CD-Spieler die Musik machen lassen", meint sie. An die 150 000 Euro wird wohl eine neue Pfeifenorgel kosten, wobei das alte Gehäuse der Orgel eventuell weiter verwendet werden kann. Eine Renovierung wäre laut Ulrike Köhler zwecklos, da ein Gutachter erst vor Kurzem zu dem Schluss kam, dass die alte Orgel von Anfang an nicht voll bespielbar gewesen ist. Der Förderverein will nur dann, wenn das Ziel der Beschaffung einer neuen Orgel unerreichbar sein sollte, über den Erhalt und die Modernisierung der vorhandenen Orgel nachdenken.
Jetzt schon 35 Mitglieder
Hatte der Förderverein "Orgelfreunde St. Martin" bei seiner Gründung erst 14 Mitglieder, so misst die neue Mitgliederzahl mittlerweile schon 35. "Standard-Mitglieder entrichten einen Beitrag von 20 Euro und Fördermitglieder zahlen 60 Euro", erklärt Ukike Köhler. Bis jetzt sind etwas über 400 Euro aus Spenden eingenommen worden. Um das Konto weiter aufzustocken, sind in Zukunft unter anderem Benefizkonzerte geplant.
Die Orgel in St. Martin in Batzenhofen
  • Gebaut wurde die Orgel um circa 1920 von der Orgelbauwerkstätte Julius Schwarzbauer in Mindelheim, als Opus 58 pneumatische Kegelladenorgel.

  • Der Spieltisch befindet sich mittig und frei stehend von der Orgel mit Blickrichtung zum Altar.

  • Der Gebläsemotor befindet sich auf dem Dachboden und wurde erst vor Kurzem emeuert.

  • Nach einem Gutachten weist die Orgel folgende Mängel auf:
  • Die Windversorgung ist trotz neuem Gebläse unzureichend, da sich der Magazinbalg im Dachboden kaum noch öffnet.

  • Die technischen Anlagen des Instruments sind sehr eng gebaut und kaum zugänglich für Wartungsarbeiten.

  • Das Werk weist zum Teil viele Funktionsstörungen auf und ist stark verschmutzt.

  • Der Klang des Instruments und die Intonation der Register sind, verglichen mit anderen Instrumenten der spätromantischen Epoche, ungenügend, ausdruckslos und blass.

  • Angestrebt wird eine technische und klangliche Neukonzeption des Instruments, wobei nach Meinung des Gutachters teilweise das Pfeifenmaterial der jetzigen Orgel, das durchaus intonatorische Reserven hat, das Orgelgehäuse und der Balg weiter verwendet werden könnten.

  • September 2008 (gersthofer):
    Vereinsgründung
    14 Gleichgesinnte gründen den Förderverein "Orgelfreunde Sankt Martin". Die beiden Vereinsvorsitzenden wurden Franz X. Köhler und Dr. Sabine Lutz, Kassenwart Stefan Schöffel, Kassenrevisor Konrad Michael Rößle und Schriftführerin Ulrike Köhler.
    Als Beisitzerinnen wurden Maja May und Dr. Renate Demharter gewählt.
    mehr unter: www.myheimat.de/beitrag/43870/
     
    Mitgliederwerbung und Spenden für neue Orgel in Batzenhofen
    Am 03.08. ging der neu gegründete Förderverein "Orgelfreunde Sankt Martin" erstmals an die Öffentlichkeit: Beim Gartenfest der Batzenhofener Musik warb man mit einem Informationsstand um öffentliche Aufmerksamkeit und weitere Mitglieder. Anliegen des Vereins ist es, dass die marode Orgel der Batzenhofener Pfarrkirche durch ein neues Instrument ersetzt wird. Pfarrer, Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung stehen diesem Vorhaben positiv gegenüber. Um das Ziel zu erreichen, bedarf es großer finanzieller Anstrengung. Da der Pfarrgemeinde Batzenhofen zusammen mit Edenbergen und Rettenbergen über 1700 Seelen angehören, hoffen die Vereinsgründer auf genügend Unterstützung.
    mehr unter: www.myheimat.de/beitrag/45420/
     

    10. September 2008 (Stadtzeitung):
    Neue Orgel im Visier
    PROJEKT/ Das alte Instrument in der Batzenhofer Kirche St. Martin weist viele Funktionsstörungen auf. Ein Förderverein sammelt nun Geld für eine neue Anlage.
    Die kupferne Zwiebelkuppel der Pfarrkirche St. Martin ist in der Landschaft weit sichtbar. Das Innere des um 1500 entstandenen Gotteshauses zeigt reichen spätbarocken Wand- und Deckenschmuck, der bereits das beginnende Rokoko ahnen lässt. Eine "Pieta" am rechten Seitenaltar geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Das Kirchenschiff weist eine meisterlich ausgeführte Abstimmung von Proportion und Licht auf. Bereits in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts beschreiben Unterlagen des bischöflichen Ordinariats Augsburg die Kirche als "eine der schönsten im ganzen Kapitel". Doch in dieses positive Bild fällt ein Wermutstropfen: Viele Funktionsstörungen der Orgel machen Probleme.
    Doch dies soll nun langfristig geändert werden. Ende Juli hoben 14 Gründungsmitglieder im Pfarrsaal die "Orgelfreunde St. Martin" aus der Taufe. Der Förderverein unter der Leitung von Franz X. Köhler hat sich zur Aufgabe gemacht, Spenden zu sammeln, um der Kirchenverwaltung finanziell bei der Beschaffung einer neuen Orgel unter die Arme zu greifen. Unterstützt wird er dabei von seiner Vorstandschaft mit Dr. Sabine Lutz, Dr. Renate Demharter, Ulrike Köhler, Maja May, Konrad Rößle und Stefan Schöffel. Der Mitgliedsbeitrag für Standardmitglieder beträgt jährlich 20 Euro und für Fördermitglieder 60 Euro. Benefizveranstaltungen sollen in Zukunft zudem die Kasse aufmöbeln. Mitte August konnte der Verein bereits sein 50. Mitglied begrüßen.
    Völlig unzulänglich
    Bei dem Instrument handelt es sich um eine so genannte pneumatische Kegelladenorgel. Sie entstand um 1920 in einer Orgelbauanstalt in Mindelheim. Schon 1986 bezeichnete ein Experte die Orgel in Konzeption, Konstruktion, Materialauswahl, handwerklicher Verarbeitung und Klang als völlig unzulänglich.
    Einige Beispiele: Die freistehende Aufstellung des Spieltisches mitten vor dem Instrument benötigt übermäßig viel Platz. Zusammen mit der Stellung der beiden Manualwindladen ergibt sich darüber hinaus insgesamt eine sehr enge, schlecht zu wartende Anordnung mit schlechter Klangabstrahlung.
    Mit einigen Überholungen und Reparaturen tut das Instrument dennoch seinen Dienst, wenn auch nicht immer nach dem Wunsch des Organisten. 2002 kam ein amtlicher Orgelsachverständiger zur gleichen Auffassung wie sein einstiger Kollege. Er riet in seinem Gutachten von einer Generalüberholung ab und sprach sich für eine Neubeschaffung aus.
    Die weihnachtlichen Orgelaussetzer im Jahr 2005 veranlassten die Familie von Köhler schließlich, erstmals Spenden für die Orgel zu sammeln. Nach weiteren Aktionen gipfelte das Engagement in dem jetzigen Verein der Orgelfreunde. Die Unterstützung einer elektronischen Orgel ist für den Verein allerdings tabu. Die Mitglieder haben sich aus Gründen der Authentizität vordergründig für eine neue Pfeifenorgel entschieden.
    Mehr über das Orgelprojekt gibt es im Internet unter www.orgelfreunde.gmxhome.de. Dort steht auch eine Beitrittserklärung zur Verfügung.


    Die Datumsangaben beziehen sich, falls nicht anders vermerkt, jeweils auf das Erscheinen des betreffenden Artikels.
    Die Texte sind teilweise gekürzt und mit Kommentaren versehen. Alle Angaben ohne Gewähr.



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