Als Traktur bezeichnet man bei der Orgel einerseits die Verbindung zwischen den Tasten und den Spielventilen (Spieltraktur oder Tontraktur) und andererseits das System zum Ein- und Ausschalten der Register (Registertraktur). Die pneumatische Spieltraktur kam in der Romantik auf. Sie ermöglichte im Vergleich zur mechanischen Traktur größere räumliche Entfernung zwischen Spieltisch und Windlade, größere Einzelwerke und verschiedene Spielhilfen. Nachteile sind die deutliche Verzögerung zwischen Tastendruck und Pfeifenansprache, die schlechte Wartbarkeit (Dichtigkeit), sowie auch das Fehlen des Druckpunktes beim Anschlagen einer Taste.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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